Von der Lebendigkeit deutscher Dialekte

Ob Sie als Deutschsprachiger in eine andere deutschsprachige Region ziehen oder als Ausländer „frisch“ nach Deutschland, Österreich, in die Schweiz oder eine andere deutschsprachige Region kommen – schnell werden Sie feststellen, dass Dialekte unter den Deutschsprachigen immer noch eine recht ungebrochen große Rolle spielen.

Natürlich spricht man vor allem in Deutschland nicht immer den „reinen“ Dialekt, sondern oft nur mit Vokabeleinsprengseln des jeweiligen Dialektes sowie mit einem von ihm geprägten Akzent, und schon gar nicht in jeder Situation.

Dennoch sind deutsche Dialekte in Deutschland, und noch viel mehr in Österreich, der Schweiz, in Liechtenstein, in Belgien und in den Niederlanden sowie Norditalien und Frankreich, nicht aus Alltag und Kultur wegzudenken.

Allein in Deutschland gebe es, so der Alexander Werth, etwa 20 Dialekträume. Diese wiederum unterteilen sich dann in unzählbar viele Mundarten.

Gerade in Bayern und im Raum Köln trifft man allenorts auf Werbung im Dialekt oder zumindest Regiolekt, vor allem bei der Bierwerbung.

Dennoch gibt es einer Umfrage des Institutes für Demoskopie Allensbach Grund zur Sorge: So sollen 1991 in Westdeutschland noch 28 Prozent, 2008 hingegen nur noch 24 Prozent ihren Dialekt gesprochen haben. Ferner sollen 13 deutsche „Regionalsprachen“, unter diesen auch Bairisch und Kölsch, von der Weltbildungsorganisation als vom Aussterben bedroht gemeldet worden sein.

Wenn Sie mehr über die zahlreichen schönen und interessanten deutschen Dialekte (Hessisch, Bairisch, Berlinerisch, Kölsch, Alemannisch …) erfahren möchten und auch mal hineinhören wollen (MP3-Beispiele), so möchten wir Ihnen den „Dialektatlas“ der „Deutschen Welle“ ans Herz legen:
http://www.dw.de/deutsch-lernen/dialektatlas/s-8150

Viel Spaß beim Lesen, Hören und, wer weiß, vielleicht auch Lernen!