Zehetmair: Deutsche Sprache ist verkommen

Hans Zehetmair, der Vorsitzende des Rechtschreibrates, bringt in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur seine Befürchtung zum Ausdruck, der deutschen Sprache stehe der Niedergang bevor.

Er beklagte in dem Interview, die Sprache sei zu sehr dem Konsum und der Passivität gewichen und sei zu wenig schöpferisch. Hinzu komme auch noch die Verfremdung durch immer zahlreichere Anglizismen, gegen die er jedoch nicht prinzipiell sei.

Er moniert auch die Oberflächlichkeit der gegenwärtigen deutschen Sprache, welche er für eine gefährliche Entwicklung hält.

Als Gegenmittel schlägt er vor, zum Beispiel mal wieder einen Brief zu verfassen, anstatt sich nur SMS- oder „Whatsapp“-Kommunikation zu bedienen. Ein Brief fördere darüber hinaus die komplexere Formulierung und das Zu-Ende-Denken von Gedanken und zeige, dass einem der Kommunikationspartner wirklich etwas wert sei.